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2. Oktober 2022 18:00 von Braveheart | Ansichten: 1630 | Kommentare: 7

Nach 8 Meisterschaftsspielen und etlichen bedenklichen Aussagen und Zeichen, meldet sich einer der 4'451 Zuschauer zu Wort.  Zuerst die Unterschiede zu der vergangenen Seuchen-Saisons, welche eigentlich für eine Besserung sprechen:
Neuer einheimischer Sportchef, ein neuer ambitionierter Headcoach und 2 neue kompetente Assistenten: Dazu im Team 2 neue Goalies und 7 neue Feldspieler. 13 neue Personen in der Mannschaft, welche zum Teil viel sportlichen Einfluss, und mit den vergangenen erfolglosen Saisons absolut nichts zu tun haben! Dazu sind 2 Siege aus 8 Spielen bereits eine deutliche Verbesserung, zugegeben Bescheiden, dennoch ist bereits ein klares Spielsystem erkennbar.


Die Dämonen der Vergangenheit
Bevor 1 Minute dieser Meisterschaft gespielt wurde, haben bereits diverse Exponenten der Langnauer immer noch von den vergangenen schwierigen Jahre gefaselt, welche offenbar die neue Saison mit beeinflussen sollen? Einige Beispiele:
«Aus den letzten 28 Spielen (20 Meisterschafts- und 8 Testspiele) resultierten 26 Niederlagen.»
«Die SCL Tigers sind bereits früh an ihrem Bestimmungsort angekommen. Ganz unten im Tabellenkeller.»
«Die Frage ist schon im September nicht mehr ob, sondern nur wann Trainer Thierry Paterlini erlöst wird»
«Zu wenig Qualität in der Mannschaft, bei den Schweizer Spieler wird gespart»


Durch das Band (von oberster Ebene bis in die Mannschaft, zu einem grossen Teil der Fans) wird bereits vor dem Start eine «Vorentschuldigung» kommuniziert. Alle anderen sind besser besetzt, wir hatten schwierige Jahre, wir sind der Underdog, kleinstes Budget etc. Das mag zum Teil stimmen, bringt aber niemanden etwas, sondern hat eher etwas Selbstzerstörerisches: Solche Aussagen macht die ganze Mission «Neuanfang» noch schwieriger als sie schon ist. Worte haben bekanntlich Kraft…
Aussagen über künftige Ereignisse projiziert aus negativen Erfahrungen der Vergangenheit, beeinflussenden die erste Mannschaft und deren möglicher Erfolg wesentlich.


Ich will niemandem zu nahetreten, aber mein Eindruck ist schon länger und wurde einmal mehr bestätigt: In Langnau herrscht leider der Geist der Angst und zum Teil spürt man bereits Resignation von Exponenten, welche grossen Einfluss neben dem Eis haben. Nach 8! von 52 Spielen, bei einem Neuaufbau???  Die Folgen davon spürt der neue Trainer, seine Staff und die Spieler bereits.


Kann die Mannschaft in einem solchen «Umfeld der Angst» überhaupt an das Ziel «Pre-Playoffs» oder an das Minimalziel Platz 12 glauben?
Können sich junge, ambitionierte Spieler so weiterentwickeln, wenn sie hören/lesen müssen, dass sie als Schweizer nicht reichen?
Führt unter diesem Gejammer ein Neuanfang zum Erfolg?   
 
Neuanfang heisst, die Vergangenheit hinter sich zu lassen!
Dass es eine herausfordernde Saison wird, ist wohl jedem klar. Doch es ist genau die eigene Überzeugung vom eingeschlagenen (und für mich richtigen) Weg, welche auf allen Ebenen scheinbar fehlt, wieso das?
Die Situation unter schwierigen Umständen, ist nicht neu und ist wie sie ist: Ein Neuaufbau braucht Zeit, Überzeugung und viel Geduld auf allen Ebenen! Langnau kann sich dabei nur selber im Weg stehen und hat es in der Hand: Denn ein Neuanfang bedeutet, die unrühmliche Vergangenheit hinter sich zu lassen, zu vergessen und nach vorne zu schauen!


Langnau hör endliche auf zu Jammern und beginn für den erfolgreichen Neuanfang zu kämpfen! Nicht nur die 1. Mannschaft, die hat nämlich seit 4 Spielen bereits damit begonnen!


Mir persönlich macht dieses Team wieder mehr Freude, als die letzten 3 Saisons (auch unter Ehlers war am ende die Freude nicht mehr da). Nach mir führt dieser eigeschlagene Weg eine positive Zukunft, wenn alle am gleichen Strick in die richtige Richtung ziehen.

Bage
30. September 2022 23:21 von Bage
Ansichten: 4857 | Kommentare: 24

Nach dieser absehbarer Niedelage stellt sich mir langsam aber sicher die Systemfrage (um ehrlich zu sein, die stellt sich bei mir schon länger...). Kann das System Jakob, billig, billiger am billigsten über kurz oder lang noch funktionieren? Es ist mir durchaus bewusst, dass die Mittel in Langnau beschränkt sind. Leider ist es so, dass man die Balance zwischen wirtschaftlicher Vernunft und sportlicher Notwendigkeit komplett aus den Augen verloren hat unter dem Regime Jakob. Fakt ist, wir treten seit mittlerwiele drei Jahren mit einem Team an, dass absolut nicht konkurenzfähig ist. Mittlerweile spiegelt sich das auch dramatisch in den Zuschauerzahlen wieder (oh Wunder...). Durch das bedingslose Sparen im sprortlliche Bereich wurde eine Abwärtsspirale losgetreten die im sportliche und wirtschaftlichen Worst case enden wird. In der Ära Jakob schliesst sich der Kreis - Wurst ist Wurst und Bier ist Bier - so die die legändere Aussage von Herrn Jakob vor dem letzten Abstieg. Leider wird so unser Club beerdigt werden.
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