Saisonende. Zeit für Bilanz. Und dieses Jahr früh in die Frühlingsferien. Wozu ist ein Blog? Um selber (als Fan) die Saison abzuschliessen, ein geteiltes persönliches Tagebuch quasi.
Rückblick: Letzte Woche nach dem Heimspiel gegen Gottéron war ich hässig, dass man nur ein gutes Drittel hinkriegte. Nach dem Auswärtsspiel gegen Biel frustriert – es ging einfach nicht(s) mehr. Wie fast immer nach der Olympiapause. Das vorzeitige Saisonende begann ich Ende Januar zu ahnen, nach dem in der OT dämlich verlorenen Match gegen Bern. Gegen Ambri dann zwar noch ein Sieg und in einigen Spielen danach nahe dran, aber eben: Nur nahe. Es fehlte am Schluss dann wohl halt einfach die Energie, physisch und psychisch. Obwohl der Coach löblicherweise fast immer alle vier Linien durchspielen liess.
War es letztes Jahr Glück und dieses Jahr einfach nur Pech, dass am Schluss ein paar wenige Punkte fehlten? Ich glaube nicht. Paterlini stellt eine Steigerung zu Vorjahr fest. Das sehe ich auch, vor allem im Spielsystem. Aber nur bedingt in der Entwicklung der hoffnungsvollen Nachwuchsspieler. Man stelle sich vor, man hätte nicht vom glücklichen Transfer und den Toren von Petersson profitiert. Es hätten Abstiegsspiele gegen Ajoie werden können – mit offenem Ausgang… So gesehen also irgendwie doch noch etwas Glück gehabt.
Zu den Schweizer Spielern: Gratulation zum Einbau von
Mathys und
Lehmann in die 1. Mannschaft, das macht Freude. Auch die spielerische Entwicklung von
Felcman in der Offensive und am Bullypunkt. Schade, dass
Jenni und
Wagner nicht noch mehr Chanen erhielten.
Rohrbach gut, hat die letzte Saison bestätigt (viel Spass bei den Mutzen…). Salzgeber und Erni solide. Goalie
Meyer ebenfalls, auf ihn würde ich nächste Saison setzen und aufbauen, die Ruhe und das Talent sind vorhanden). Und
Nekkar als Backup.
Boltshauser? Hmmm…. (kein Kommentar, wieviel verdient der schon wieder für seine Nicht-Leistung?).
Baltisberger und
Meier bis zur Mitte der Saison auffällig und gut, dann leistungsmässig eher abbauend. Die beiden Schmutz ok, an Leistungsbereitschaft fehlt es nicht – aber eine spielerische Entwicklung gab es leider nicht. Auch bei
Allenspach,
Lapinskis und
Petrini sehe ich Stagnation und maximal noch eine nächste Gnadensaison – Energie alleine reicht nicht. Bei Allenspach frage ich mich manchmal nach der Motivation, wie auch bei
Bachofner, letzter nebst einem (sehr) kurzen Hoch zu Beginn der Saison: Enttäuschend.
Paschoud ist so eine Ambivalenz: So schlecht wie manche hier im Forum sehe ich ihn nicht; er sollte mehr aus seiner Postur machen, mehr Wasserverdrängung. Falls er das gewillt ist umzusetzen: Nochmals eine Saison als Chance. Die Personalie
Fahrni hingegen hat sich wohl erledigt – es reicht nicht für höhere Ansprüche (obwohl er sich bestimmt besser einschätzt).
Zu den Imports:
Petersson überragend – kein Leader zwar, muss er aber auch nicht. Mir gefällt der hier ab und an kritisierte
Mäenalanen mit seiner Aggression, Präsenz vor dem Gegnertor und Wasserverdrängung an der Bande – kein Skorer zwar, erwarte ich von ihm aber auch nicht unbedingt.
Björninen versucht zwar einen auf Leader, spielerisch überzeugt er mich aber zu wenig (aussern bei den Bullys).
Kinnunen und
Riikola: Solide und zuverlässig, mehr Blueliner Qualitäten wären wünschenswert (vor allem von Kinnunen). Bei
Harri hat man gestern gesehen, warum es nicht mehr für einen neuen Vertrag reicht. Menschlich schade, spielerisch aber nachvollziehbar. Ich weiss nicht, was er sonst noch für Fähigkeiten hat ausser Hockey spielen, vielleicht gibt’s für ihn einen Job in der Organisation?
Malone ein Schatten der letzten Saison – nicht verlängern (trotz Center Qualitäten).
Habe ich einen vergessen…?
Schliessen wir ab und geniessen den Frühling/Sommer. Ich bin gespannt, wie sich die Spieler in der nächsten Saison weiter entwickeln. Nur mit den Neuzugängen wird’s keine wirkliche Verstärkung (mit Ausnahme von Dahlen, da bin ich gespannt).
Und tschüss… Sonnengrüsse aus Murten.